• Lena

Erste Saisonhälfte


Nach der krankheitsbedingten Absage der Duathlon EM in Alsdorf, verschob sich mein Saisoneinstieg einen Monat nach hinten. Seitdem ist einige Zeit vergangen, und die erste Saisonhälfte ist inzwischen abgeschlossen. Hier ein kurzer Überblick über meine Rennen von Mai bis August:

Löwentriathlon Hachenburg Sprintdistanz (28.05.2022):

  1. Platz Frauen Gesamtwertung

Mein erstes Rennen in der Sommersaison war der Löwentriathlon in Hachenburg, gemeinsam mit einigen Startern aus Andernach.

Eigentlich wollte ich in Hachenburg zeigen, dass ich mich über den Winter im Schwimmen verbessert hatte. Das Schwimmen lief aber gar nicht gut. Nachdem ich mehrfach untergetaucht worden war, bekam ich nach 100m eine Panikattacke und schluckte sehr viel Wasser. Die restlichen 400m waren dann eher ein „Kampf gegen das Wasser“ als wirkliches Schwimmen...

Mit einem für eine Sprintdistanz großen Rückstand von 3min auf die Spitze stieg ich aufs Rad. Stück für Stück konnte ich mich über die 20km leicht hügelige Strecke weiter nach vorne arbeiten und wechselte mit nur noch 1:30min Rückstand aufs Laufen. Nach dem ersten Hügel überholte ich die führende Frau und konnte bis zum Ziel noch einen Vorsprung von ca. 2min herauslaufen. Der erste Platz trotz schlechtem Schwimmen stimmte mich positiv für die weiteren Rennen.

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Straßenrennen:

  • 1. Platz Stadtlauf Bad Ems 10km (14.05.2022)

  • 2. Platz Stuttgart Lauf (19.06.2022)

  • 2. Platz Wendlinger Zeitungslauf (bestenlistenfähige Strecke) 36:11 min. (05.08.2022)


Als Abwechslung im Training laufe ich gerne 10km Straßenläufe als schnelles Training unter Wettkampfbedingungen. Der Stadtlauf in Bad Ems war ein geplanter Tempodauerlauf, den ich mit 37:28min im geplanten 3:45min/km Schnitt (fast auf den Punkt :P) durchlief. Für den Stuttgart Lauf war eigentlich ein 10er im Renntempo geplant gewesen. Die Bedingungen waren mit Temperaturen um die 35°C leider alles andere als optimal und ich lief das Rennen statt auf Zeit nach Gefühl. Die 37:55min war natürlich keine Zeit mit der ich sehr zufrieden war, aber ich sah den Lauf trotzdem als eine gute Vorbereitung auf weitere Hitzerennen im Sommer.

Im Anschluss an meine Prüfungsphase lief ich Anfang August noch einen weiteren 10km Lauf beim Zeitungslauf in Wendlingen. Auch hier waren es um die 30°C, aber inzwischen kam ich schon besser mit der "Sommerhitze" klar und konnte ein gleichmäßiges Rennen absolvieren. Mit 36:11min lief ich als zweite Frau nach Leah Hanle ins Ziel.

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BaWü Liga mit den Mädels vom Post SV Tübingen

  • 1. Platz Team-Sprint Erbach: 850m - 23km - 5km

  • 4. Platz OD Schluchsee: 1500m - 34km (600 HM) - 9.3km (150HM)

  • 2. Platz Team Sprint Heidelberg: 1300m - 19km (500HM) - 6km (160 HM)

Team-Sprint Erbach (26.06.2022):

Mein erster Einsatz in einem Liga Rennen war der zweite Wettkampf im Rahmen der BaWü Liga Frauen in Erbach. Auf Grund von krankheitsbedingten Ausfällen gingen wir nur zu dritt an den Start und wussten, dass wir für eine Wertung alle ins Ziel kommen mussten. Für mich war es das erste Team-Rennen und auch generell das erste Rennen mit Windschattenfreigabe (wenn auch nur innerhalb des Teams). Mit der Schwimmzeit lagen wir als Team noch im hinteren Mittelfeld. Auf dem Rad konnten wir mit dem schnellsten Radsplit einige Teams überholen und mit dem abschließenden Lauf das Rennen für uns entscheiden.

Vor dem Rennen stand ich dem Team-Format noch skeptisch gegenüber. Ehrlich gesagt hätte ich lieber ein Einzelrennen bestritten. Meine Meinung hat sich während dem Rennen allerdings komplett gedreht. Es hat super viel Spaß gemacht als Team zu taktieren und sich gemeinsam zu pushen :-D.



Einzel OD Schluchsee (09.07.2022):

Das dritte Rennen in der BaWü Liga wurde im Einzel über die Olympische Distanz am Schluchsee ausgetragen. Für mich persönlich ein sehr ungünstiges Format, da ich aufgrund meiner Schwäche im Schwimmen nicht wirklich vom Windschattenfahren einer Gruppe profitieren kann, in einem stark besetzten Feld mit einigen Startern aus der ersten BuLi. Mit 7:30min Rückstand auf die Spitze (das Schwimmen lief leider noch schlechter als ich erwartet hatte...) stieg ich aus dem Wasser. Ab dem ersten Schritt aus dem Wasser begann für mich die Aufholjagd. Die hügelige Strecke am Schluchsee kam mir sehr entgegen und so konnte ich auch ohne Hilfe der Gruppe den Rückstand verkleinern. Mit dem schnellsten Radsplit (um 3:22min) und dem schnellsten Laufsplit konnte ich die anfänglich 7:30min auf 2:10min auf den ersten Platz verkleinern und lief überraschend als 4. Frau ins Ziel. Ich hatte viel Spaß in dem Rennen und konnte viel Erfahrung mitnehmen für zukünftige Rennen (vor allem, dass ich das Schwimmen mal in den Griff bekommen sollte :P).

Helen (2), Nici (14) und Theresa (21) hatten alle einen super Wettkampf. So lagen wir in der Team-Wertung sogar wieder auf Platz eins. Das bedeutet, dass wir für die kommende Saison in die 2. Bundesliga aufsteigen dürfen (für das Aufsteigen waren nur die Ergebnisse der Vorrunde relevant ohne das Finale in Heidelberg).



Finale Team-Sprint Heidelberg (17.07.2022):

Zwei Wochen vor der Austragung des Finales wurde das Format von Einzel auf Team geändert. Für eine so bergige Strecke wie Heidelberg hielten wir das Format für denkbar ungeeignet. Aber nun ja - damit mussten wir leben und das Beste daraus machen. Gemeinsam mit dem Männer-Team reisten wir am Vortag an und machten uns mit der Radstrecke vertraut.

Da wir vor dem Rennen in Heidelberg auf Platz eins der Tabelle lagen, sprangen wir als erstes Team in den Neckar. Im 30 sec Abstand folgten uns die anderen Teams in Reihenfolge der Tabelle aus der Vorrunde. Das Schwimmen lief nicht optimal und uns überholte das Team aus Freiburg schon während dem Schwimmen, auch Soprema stieg nur kurz hinter uns aus dem Wasser. Beim Wechsel auf das Rad ging das Chaos bei uns los. Meine Kette war raus und ich musste nach dem Anfahren wieder absteigen und die Kette neu auflegen. So verloren wir einige Sekunden. Nachdem wir die Pflastersteinpassage durch die Innenstadt gemeistert hatten, klappte Nici's Schaltung nicht mehr richtig. Wir versuchten zunächst die steilen Stücke mit Schieben und Ziehen auszugleichen, bis dann in einer Rampe ihr Schaltwerk komplett abriss. Damit war dann klar, dass wir zu dritt weiterfahren mussten, auch wenn es nicht unsere ursprünglich geplante Konstellation war. Uns fehlte inzwischen auch der Überblick, auf welcher Platzierung wir eigentlich lagen. Wir dachten, es sei Platz zwei. Nicht mitbekommen hatten wir, dass Freiburg auch einen Defekt hatte und wir wieder auf eins lagen. Das Team von Soprema fuhr direkt hinter uns in die Wechselzone ein und wechselte fast zeitgleich aufs Laufen. Im Laufen konnten wir als Team den ersten Platz nicht mehr halten und liefen mit knapp 30sec Rückstand auf Platz zwei ins Ziel. Aber obwohl wir es nicht geschafft haben, den ersten Platz zu verteidigen, hatten wir sehr viel Spaß in Heidelberg und waren nach dem ganzen Chaos beim Radfahren sehr stolz, dass wir am Ende auf dem zweiten Platz landeten.