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  • Lena

Pass auf, dass du nicht krank wirst ...

...das war der wohl häuftigste Satz, den ich zu hören bekam, als ich mich vor Indien mit Freunden und Bekannten über mein bevorstehendes Auslandssemester unterhalten hatte. Mit Krankwerden in Indien verband ich Krankheiten wie Malaria, Dengue Fieber, Hepatitis,...

Tatsächlich muss ich zugeben, ganz verneinen kann ich die Befürchtungen mit dem Krankwerden nicht.

Was die meisten internationalen Studenten hier erwischt, sind jedoch NICHT die Krankheiten, vor denen man sich in Indien fürchtet, sondern meistens Magen-Darm-Probleme, Fieber, Erkältung, ..., weil das Immunsystem die Keime aus dem Wasser und das scharfe Essen nicht sofort verträgt. Wenn man sich nicht gut fühlt, kann man auf dem Campus in das IIT Hospital gehen. Nachdem man einmal hin und her durch das ganze Gebäude geschickt wird, findet man mit etwas Glück einen Arzt. Je nachdem, welchen Arzt man erwischt, ist die Verständigung nicht ganz einfach, da nicht jeder Arzt gutes Englisch spricht (aber mit Google Übersetzer lässt sich dieses Problem meistern). Für eine Erkältung oder Magen-Darm-Probleme reicht das IIT Hospital und die integrierte Apotheke aber vollkommen aus. Für alles andere gibt es außerhalb der Uni besser ausgestattete Krankenhäuser (z.B. Apollo Specialty Hospital), die neuer, moderner und vor allem klimatisiert sind und spezialisierte Ärzte und Geräte haben.


Das nervigste am Kranksein in Indien war für mich das Klima. Im Hostelzimmer sind es nachts eigentlich immer über 30°C und wenn man Pech hat und ein paar Stromausfälle erwischt, bei denen die Ventilatoren ausfallen, können es nachts auch über 35°C im Zimmer sein. Mit 39° Fieber ist das sehr unangenehm und beschleunigt die Genesung nicht wirklich. Als ich Fieber hatte, habe ich mir ein Hotelzimmer mit Klimaanlage auf dem Campus gebucht und bin dort geblieben, bis ich gesund war. Zum Glück sind Hotels in Indien nicht annähernd so teuer wie in Deutschland, sodass die Hemmschwelle nicht so groß ist, sich ein Hotelzimmer zu nehmen, wenn man sich schlecht fühlt. Ein paar Tage Hotel sind zwischendurch auch mal ganz nett ;-).




Insgesamt ist das Gesundheitssystem definitiv anders als in Deutschland und teilweise etwas gewöhnungsbedürftig (im Krankenwagen fährt z.B. kein Arzt mit). Mit ein bisschen Internetrecherche und Nachfragen findet man aber kompetente Ärzte und moderne Krankenhäuser und muss sich keine Gedanken machen. Die Auswertung der Blutproben geht sehr schnell und man bekommt die Ergebnisse meist am selben Abend per E-Mail zu geschickt.

Die Apotheken sind (von dem was ich bis jetzt gebraucht habe) gut ausgestattet und gerade für regionstypische Viren und Bakterien sind Medikamente vorhanden. Hier eine Liste an Medikamenten, die ich aus Deutschland mitgenommen habe:

  • Metifex (Durchfall)

  • Ibu, Paracetamol (Paracetamol gibt es hier)

  • Malaria Prophylaxe

  • Antiseptische Wundsalbe

  • Erste Hilfe Set

  • Mir wurde davon abgeraten, Aspirin zu nehmen, da die Einnahme von ASS die Folgen bestimmter tropischer Infektionskrankheiten verschlimmern kann.

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