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USA vs. Germany..was ist hier so anders

November 23, 2016

 

1. Essen

Joar...großes nerviges Thema direkt zu Beginn. Essen ist hier sehr anders und doch gibt es eigl. nicht wirklich etwas, was man nicht aus Deutschland kennt. Nur leider gibt es viele Sachen aus Deutschland hier nicht..

Das Obst sieht so künstlich aus, dass man sich fragt, ob man das überhaupt essen kann oder ob es Plastik ist. Brot oder Brötchen, Käse (abgesehen von Cheddar) oder normale Schokolade sucht man hier vergeblich. 

Was es so in der Mensa gibt, hatte ich ja schon geschrieben. Es ist schwierig, etwas ohne Fleisch zu finden, sehr ungesund und so gut wie jeden Tag das gleiche. Bei mir gibt es eigentlich jeden Tag Bohnen, Mais und Reis zu Mittag und Abend und zum Frühstück Haferflocken mit Joghurt.

Wenn wir mit dem Team auf Reisen sind, gibt es meist Sandwiches oder Italienisch.

 

2. Student Athlete

Viele denken vielleicht, dass es keinen großen Unterschied macht, ob man in Deutschland oder in Amerika läuft. Ich finde, es macht einen großen Unterschied! Das Training hier ist ganz anders als das Training, das ich kenne. Hier trainiert man in College Teams, also nicht in Vereinen. Und die Vorlesungen an der Uni werden an den Stundenplan angepasst. Als Athlet hat man die Verpflichtung, einen gewissen Notendurchschnitt zu erreichen und wöchentlich 5h Study Hall "abzusitzen". Andernfalls darf man nicht am Training und den Wettkämpfen teilnehmen. Das Training findet an heißen Tagen meist sehr früh morgens (5:30 Uhr) statt. Auch Einheiten wie Tempoläufe und Fahrtspiele werden um diese Uhrzeit gemacht. Von den Trainingsinhalten ist das Training hier auch anders aufgebaut, als ich es von Zuhause her kenne. Es finden mehr Tempoeinheiten pro Woche statt, dafür sind die restlichen Einheiten, wie z.B. Dauerläufe, eher ruhig. Bei Wettkämpfen geht es neben den Einzelleistungen vorrangig um die Teamwertung. Entsprechend wird auch im Training der Focus auf das Team als Ganzes gelegt.

 

3. Verkehrsregeln und Autos

Mein erster Eindruck, als ich vom Flughafen abgeholt wurde und auf den Highway kam, war: "Huii die haben ja alle sehr große Autos hier!" 
Die meisten fahren hier Autos, die in Deutschland größere Familien fahren oder wenn es nur ein Zweisitzer ist, dann ein Jeep mit großer Ladefläche. Nicht nur die Autos sind groß , sondern auch die Strassen. Hier ist es normal, dass `ne Landstraße auch mal vierspurig ist. 

In Deutschland ist es eher die Ausnahme, dass man mal rechts überholt wird. Hier fährt eigl jeder wie er gerade Lust hat oder wo gerade Platz ist. Rechts vor links gibt es hier auch nicht... Hier gibt es Stoppschilder, wenn keine Ampel da ist und derjeniger, der zuerst da ist, fährt zuerst (was ich festgestellt habe, als ich an dem Schild stand und gewartet habe bis der Typ von rechts hupte, dass ich endlich losfahren soll :p). 

Ohne Auto ist man hier übrigens ziemlich aufgeschmissen...öffentliche Verkehrtsmittel suche ich vergebens und abgesehen von überteuerten Taxis kommt man hier nicht sehr weit. 

 

4. Preise

Allgemein kann ich sagen: Alles was gesund ist, ist teuer und Fast Food bekommt man hinterher geschmissen! Für frisches Obst und Gemüse bezahlt man mindestens das Doppelte, wenn nicht sogar das Dreifache wie in Deutschland! 

Elektronik, Klamotten und Benzin sind hier um einiges günstiger, allerdings muss man etwas aufpassen, da am Ende immer noch "taxes" draufgerechnet werden, die oft nicht in dem ausgewiesenen Preis enthalten sind.

Handyverträge oder Prepaidkarten sind auch ziemlich teuer hier. Ich habe mich dann dazu entschieden, dass Wlan dann doch reicht und man die $50 im Monat für eine Internetflat auch sparen kann.

 

5. Maßeinheiten (Meter, Miles, Temperatur, kg, Pfund) 

Jaaa die Maßeinheiten...da ist so gut wie alles anders!! An die Meilen hab ich mich im Training recht schnell gewöhnt, da ich jeden Tag die Trainingsvorgaben in Meilen bekomme. Als ich das erste Mal auf dem Laufband stand, hatte ich leider nicht dran gedacht und war etwas verwundert warum bei 12 Schluss war und das Tempo definitiv nicht regenerativer Dauerlauf war, sondern eher Sprint :D. Bei der Temperatur habe ich ein bisschen gebraucht bis ich die wichtigsten Werte wusste, da die Umrechnung nicht so leicht im Kopf zu rechnen ist wie die Meilen. Dass beim Gewicht ja auch andere Maßeinheiten gelten, durfte ich beim Krafttraining feststellen, als festgestellt habe, dass die Gewichte, auf denen 25 drauf steht, nicht so sonderlich schwer sind :p

 

6.  Wohnen in Dorms

Gewohnt wird hier auf dem Campus in Dorms. Ich hatte es mir vorgestellt wie ein Studentenwohnheim, aber das ist definitiv die falsche Bezeichnung! In einem Studentenwohnheim in Deutschland hat man meistens ein eigenes Schlafzimmer und irgendwo eine Küche, die man sich vlt. teilt, aber irgendwo gibt es eine. Hier ist das eher wie im Internat. Man lebt in einem Zimmer mit einer Zimmerpartnerin und in diesem Zimmer ist nichts außer Bett, Schreibtisch und Kleiderschrank. Küchen gibt es nicht und die einzige erlaubte Möglichkeit etwas aufzuwärmen ist mit der einen Mikrowelle im Haus, die so mehr oder weniger funktioniert. Herdplatten und Mikrowellen auf dem Zimmer sind verboten und alles, was man irgendwie Nützliches gebrauchen könnte. Tags und nachts gibt es hier Fluraufsichten. Wenn Jungs das Haus betreten wollen, müssen sie erst am Eingang ein Formular ausfüllen wann sie beabsichtigen das Haus zu betreten.  

 

7. Tastatur

Tipp: An den Schulcomputern besser keine E-Mails auf Deutsch schreiben oder deutsche Begriffe ins Wörterbuch eingeben, da wird man wahnsinnig. Keine Umlaute! Ich dachte zuerst, die braucht man eh nicht oft, aber natürlich ist dann, wenn man einmal was nachschauen will immer ein Umlaut im Wort :P Außerdem sind y, z und einige Zeichen vertauscht, was auch eine Umgewöhnung ist.

 

8. Papier

Anderes Format und andere Locher...Die Collegeblöcke aus Deutschland hätte ich daheim lassen können. Als ich Matheblöcke kaufte und ich verzweifelt nach normalen großen und nich übergroßen "Grundschulkästchen" gesucht habe, fiel mir auf, dass die hier ja auch nach inch gehen und es deswegen überall nur große Kästchen gibt :D 

 

9. Türgriffe

Haha die sind falsch rum. 

 

10. 18 oder 21

Also, obwohl man hier mit 18 eigl volljährig ist, darf man Vieles erst mit 21. Mit 19 darf ich hier legal nicht mal ein Bier trinken. Was für mich nerviger ist als die Tatsache, dass ich keine Clubs, Bars und Casinos darf und kein Alkohol trinken darf, ist die Tatsache, dass ich hier kein Auto selber mieten kann und somit immer auf andere angewiesen bin.

 

Fazit: Amerika ist anders! Als Student vor allem als College Athlet ist es aber eine super Möglichkeit Uni und Sport zu verbinden. Jedoch könnte ich mir nicht vorstellen dauerhaft mein Leben in die USA zu verlegen und hier zu wohnen und zu arbeiten, da ich den deutschen Lebensstil zu sehr vermissen würde.

 

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