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  • Lena

Sri Lanka

Einen Monat vor Ende des Semesters kamen Benny und Christian mich besuchen. Nach drei Tagen in Chennai flogen wir nach Sri Lanka.

Außer der Flugbuchung und des Visums hatten wir nichts geplant. Der Flug war mit 160,00 € von Chennai aus nicht gerade der günstigste Flug. Aufgrund der Anwesenheitspflicht in meinen Vorlesungen musste ich allerdings abends fliegen, was von Chennai aus teurer ist als morgens. Das Visum kann man kostenlos online beantragen . Ich habe es erst einen Abend vorher beantragt und hatte innerhalb von 5 Minuten meine Bestätigung, d.h. es ist absolut kein Problem „last minute“ zu planen.


Benny und Christian hatten einen groben Plan, was sie in Sri Lanka sehen wollten (sie hatten 10 Tage Zeit) und ich schloss mich die ersten drei Tage einfach an...  Über Sri Lanka hatte ich mich vorher nicht informiert und dementsprechend auch keine Ahnung was mich genau erwarten würde. Irgendwie hatte ich aber doch eine Insel erwartet, die kulturell und von der Natur her vergleichbar mit Indien ist. 


Schon auf der Fahrt zum ersten Hotel wurde mir bewusst, Sri Lanka ist n i c h t  Indien! Uns erwarteten „normale“ Straßen, wenig Verkehr, viele Touristen und wenig Müll auf den Straßen. 

Der Transfer in Sri Lanka gestaltete sich etwas komplizierter als in Indien. Uber und co. sind verhältnismäßig teuer und die öffentlichen Busse kosten für weite Fahrten sehr viel Zeit, da man oft umsteigen muss. Nach vielem Hin und Her entschieden wir uns letztendlich dafür, einen Privatfahrer zu nehmen ($50 täglich für unbegrenzte Kilometeranzahl). 


Kurz zu unseren Stationen: 

Colombo - Galle – Weligama – Koggala - Matara – Colombo


Galle: 


Galle war nur ein zweistündiger Zwischenstopp auf dem Weg zu unserem Hotel in Weligama. Nettes kleines Städtchen an der Südwestküste mit einer portugiesischen Festungsanlage aus dem 16. Jahrhundert. Von der Festung war außer den Mauern nicht mehr viel übrig, aber in der Altstadt gab es jede Menge gemütlicher Cafés und Boutiquen, sodass sich der Stopp dennoch gelohnt hat. Trotz Regenzeit insgesamt jedoch ein sehr touristisches Städtchen mit wohlmöglich mehr deutschen Besuchern als einheimischen Bewohnern.


Weligama:


In Weligama hatten wir über booking.com ein Hotel gebucht. Dabei handelte es sich um ein gut ausgestattetes Hotel mit großzügigen Zimmern, Pool und Restaurant. Im Restaurant waren wir die einzigen Gäste und das Angebot war entsprechend eingeschränkt. Da im November Regenzeit in Sri Lanka ist, zählt diese Zeit nicht zur Hauptsaison und ich denke die Angebote wären zu einer anderen Jahreszeit vielfältiger gewesen. Da wir erst im Dunkeln ankamen und die Stadt morgens wieder verließen, sah ich nur während meiner 15km Dauerlauf etwas von der Umgebung: schöner und sauberer Strand mit einigen Strandbars und Surfschulen, sowie einem großen Fischmarkt an der Straße. Hätten wir mehr Zeit gehabt, hätte man sicher noch einen Tag am Strand genießen können. 



Koggala:

Am nächsten Morgen ging es weiter nach Kogalla. Dort hatten wir die Unterkunft direkt am Strand gebucht: Dasa Beach View. Nicht so schick wie das Hotel in der Nacht zuvor, aber dafür mit viel mehr Charme und Atmosphäre direkt am Meer. Von der Unterkunft aus besuchten wir eine Schildkrötenfarm, in der verletzte Schildkröten gesund gepflegt werden. Wir bestaunten verschiedene Arten von Babyschildkröten bis zu 100 Jahre alten, ausgewachsenen Schildköten. Manchen Schildkröten fehlte ein Arm oder ein Bein, andere besaßen einen mit Luft gefüllten Panzer. Die Verletzungen und Krankheiten entstehen zum Beispiel durch Zusammenstöße mit Motorbooten oder den Konsum von Plastikmüll im Meer. Die verletzten Tiere machen den Besuchern die Schattenseite des Tourismus in Sri Lanka bewusst. Viel Müll wird einfach ins Meer geworfen, den die Tiere einatmen oder essen. So richtig bewusst wird den Besuchern das Müllproblem nicht auf den ersten Blick, da die meisten Strände im Gegensatz zu Indien ordentlich und sauber gepflegt sind. Verlässt man die Hauptstrände und die Touristenattraktionen wird jedoch schnell klar, dass auch in Sri Lanka an vielen Ecken Müll herumliegt oder verbrannt wird. 

Den verregneten Nachmittag verbrachte ich mit einem Dauerlauf und anschließendem Bad im Meer. Als wir abends zum Abendessen aufbrachen, fiel auf Grund des starken Regens am kompletten Küstenstreifen der Strom aus. Das schränkte die Abendessensauswahl stark ein;-)



Matara:


Von Matara waren wir enttäuscht. Wir besuchten die Stadt wegen des Weherahena Tempels. Dieser befindet sich auf einer kleinen Insel, die über eine veraltete Brücke zu erreichen ist. Von außen sieht der Tempel sehr idyllisch und interessant aus. Von innen empfanden wir ihn allerdings als enttäuschend, da es nur eine Halle ohne viele Verzierungen oder Kunst ist. Somit waren wir in 10 min wieder runter von der Insel und wanderten den Rest des Tages am Strand entlang. Der Strand in Matara war im Vergleich zu denen in Weligama und Koggala sehr verdreckt und vermüllt und wir entdeckten erst außerhalb der Stadt schöne Abschnitte am Meer.

Im Anschluss ging es für mich mit dem Flieger zurück nach Chennai, Benny und Christian machten sich auf den Weg ins Landesinnere. 


Fazit:

Für einen Wochenendtrip zum Entspannen ist Sri Lanka eine tolle Insel mit traumhaften Stränden. Für Frauen ist es dort entspannt möglich, in kurzen Hosen und Bikini am Strand entlang wandern.. In gemütlichen Strandbars und Cafés kann man den Tag an sich vorbeiziehen lassen. Insgesamt waren die Orte, das Essen und die Unterkünfte, die wir besuchten, stark an europäische Touristen angepasst.. Von der eigentlichen Kultur Sri Lankas bekam man recht wenig mit, auch lokale Speisen waren oft nicht verfügbar.  Der Aufenthalt in Sri Lanka ist im Vergleich zu Indien teurer, aber für deutsche Verhältnisse immer noch günstig. Gegessen haben wir zwischen 3€ und 10€ pro Mahlzeit, für die Unterkünfte haben wir zwischen 15€ und 20€ pro Person bezahlt. 

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